Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder untersucht derzeit, ob der Anbieter ADI Predictstreet gegen gesetzliche Vorgaben im Glücksspielbereich verstößt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die angebotenen Wettaktivitäten als unerlaubtes öffentliches Glücksspiel einzustufen sind.
Zugleich richtet die Behörde ihr Augenmerk auf mögliche Werbeverstöße während der Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Die Prüfung soll klären, ob Sponsoren und Partner ihre Werberechte im Rahmen der geltenden Vorschriften nutzen.
FIFA-Verband äußert sich bislang nicht
Dem Unternehmen fehlt nach vorliegenden Angaben eine deutsche Glücksspiellizenz – und Werbung ist hierzulande grundsätzlich nur gelisteten Anbietern erlaubt. Dennoch ist ADI Predictstreet bei den WM-Spielen mit Bandenwerbung und auf Sponsorenwänden während offizieller Auftritte präsent.
Das Unternehmen betont, keine gezielt auf Deutschland ausgerichteten Maßnahmen zu betreiben. Ein Sprecher erklärte, die Marketingaktivitäten fänden nicht bewusst im deutschen Markt statt.
| Anfrage an FIFA | Reaktion |
|---|---|
| Mehrfach gestellt | Keine Stellungnahme |
TV-Sender ohne Einfluss auf die Bandenwerbung
Nach Angaben des Senders stammen die Fernsehbilder von einem Host-Broadcaster, der zentral für die Übertragungen verantwortlich ist. ARD und ZDF übernehmen lediglich dieses Signal und haben keinen direkten Einfluss auf die im Stadion gezeigte Bandenwerbung.
Diese Werbung gilt als Teil der realen Spielumgebung und entspricht den Vorgaben des Medienstaatsvertrags – auch wenn das mitunter für Diskussionen sorgt.
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Verantwortung | Host-Broadcaster erstellt das Bildsignal |
| Einfluss der TV-Sender | Kein Eingriff in Bandeninhalte |
| Rechtlicher Rahmen | Medienstaatsvertrag |
Zuvor hatte die FIFA eine mehrjährige Kooperation mit einem Unternehmen aus dem Netzwerk der Herrscherfamilie Abu Dhabis bekanntgegeben.
















